Wenn der Fruehling kommt …

 

Anomis-Zeichnung: Sie Sonne blinzelt durch die Wolken, Liebespaare ueberall

 

Der Frühling kommt … die Welt zeigt sich in hellerem Licht, die Vögel zwitschern um die Wette, die Sonne wärmt so langsam die kalten Luftmassen; überall laufen Pärchen liebestrunken durch die Gegend… Herrlich!! … was aber auch kommt – auf leisen Sohlen – ist die Frühjahrsmüdigkeit!! So sehe ich nicht nur fröhlich lächelnde Menschen und auch Tiere, sondern erblicke ich auch allerorts "weit aufgerissene Mäuler"!! Gääääääähn!!! Ich schließe mich da keinesfalls aus, mir geht es da ja ganz genauso!! Die Sonne lacht durch mein Fenster, doch ich möchte mich viel lieber umdrehen und noch ein paar Stündchen weiterschlafen, allerdings: nutzen tut das ja auch nix!! Am End zwickelt und zwackelt – nach den paar Stunden mehr auf der Ruhestätte – nur der Rücken und es dauert umso länger, mein verknautschtes ICH zu entfalten.

Da frage ich mich doch immer wieder: Kann man denn da gar nichts tun?? Erste Selbstversuche mit gekochter Milch auf getrockneten Pfefferminzblättchen, 5 Minuten gezogen und in kleinen Schlucken getrunken oder einem Glas Wasser mit drei Esslöffeln Apfelessig und etwas Honig getrunken, brachten bisher nur kurzfristigen Erfolg. Und auch nicht unbedingt in der gewünschten Richtung. Apfelessig hat bei mir irgendwie so ganz andere durchschlagende Erfolge!!

Ebenso ließen die Ergebnisse von Bohnenkraut-Fußbädern (nach denen der Fußgeruch an frischen Bohneneintopf erinnert), frühmorgendlichen, 30 Sekunden dauernden, Kniegüssen und mehrfach über Tag getätigter kalter Armbäder zu wünschen übrig.

Anomis-Zeichnung: Mona auf ihrem Sofa, Fuesse in einem Wasserbad, Tasse mit Milch in der Hand, diverses gegen Muedigkeit ueberall verteilt

Außer einem abgerissenen Duschvorhang, an dem ich mich während der Kniegüsse – ob der rutschigen Badewanne – festhielt und einer feuchtnassen Büroküche, brachte mir das nicht wirklich erkennbare Resultate!!

Also, was hilft gegen das große Gähnen??

Einschlägige Informationsquellen sagen, man solle möglichst viel Licht zu sich nehmen. Sonnenlicht wirke auf frühjahrsmüde Menschen wie Medizin, vor allem in der ersten Tageshälfte. Ok, also stelle ich mich jetzt morgens als erstes für 5 Minuten auf den Balkon und in der Mittagspause kann man ja auch mal ne kleine Runde drehen. Lt. Experten ist der Schlaf dadurch schon mal tiefer und ich dann so am Morgen ausgeruhter. Hmm, einen Versuch ist es ja wert!!
Einfach die Nachtischlampe an zu lassen, bringt wahrscheinlich nicht den selben Effekt…??

Eine weitere These ist, dass der über den Winter mit Süßkram & Co angefutterte Winterspeck mich nicht aus den Socken kommen lässt. Also ist im Frühjahr Vollwertkost angesagt, das bringt angeblich neue Energie – dank Vitaminen und Mineralstoffen. Also: auf zum Markt, Ananas, Kiwi, Erdbeeren eingepackt, klein geschnippelt und mit Müsli verrührt und drauf los gemampft. Los, ihr Vitaminchen und Vollkornkörnchen: lasst raus den Energieschub!! Aber irgendwie bin ich nach dem Genuss von pappsatt machenden Müsli-Portionen auch nicht wirklich agiler, sondern habe eher das Bedürfnis, meine volle Plautze zur Ruhe zu betten.

Dass Bewegung und frische Luft gegen Durchhänger und Dauermüdigkeit helfen können, ja, da stimme ich absolut zu! Ne Runde Sport gemacht, ein Spaziergang durch den Park oder Wald – herrlich!! Irgendwie habe ich mein Zeitmanagement als alleinerziehende, berufstätige Hausfrau und Mutter noch nicht so im Griff, dass ich Sport und Freiluft-Streifzüge in einer dauerhaften Konsequenz durchziehen kann … irgendwas ist immer! Zeitdiebe überall!!! Und schon ist der Tag wieder vorbei und anstatt meinen Körper in Bewegung gesetzt zu haben, sitze ich völlig platt (aber zufrieden) mit meiner Kuscheldecke auf dem Sofa und erfreue mich meiner Serien-Highlights im Fernsehen. Wobei ich immer wieder denke: "Aber Morgen ist es soweit! Da lege ich richtig los!! Ran an den Speck und die müden Knochen auf Trab gebracht!!"

Ein wirklich genialer Tipp gegen die Frühjahrsmüdigkeit ist jedoch: die Mittagsruhe!! Also … mir geht das ab und an mal so, dass ich nach einem anstrengenden Vormittag im Büro vor dem Bildschirm sitze und meine Augenlider dermaßen schwer sind, dass ein einfaches Streichholz, zum Aufhalten der bleiernen Balken über meiner Pupille, schier überfordert wäre!! Nur ein Gedanke herrscht dann in meinem Kopf: "Nur mal kurz die Augen schließen!! Nur mal 5 Minuten einen Kurz-Tripp ins Traumland antreten …!" Leider ist das in unseren Breitengraden nicht wirklich machbar. Wobei man sich doch wirklich – auch als Chef – fragen sollte: Was ist besser? Mitarbeiter, deren Konzentration bei 0 Grad über dem Meeresspiegel liegt und die wie frisch aus dem Zombieland eingereist aussehen, oder fitte und fröhliche, voll Ideen und Energie sprudelnde Kollegen, die Dank eines Viertelstunden-Schläfchens vor Motivation und Arbeitsenergie nur so strotzen!! Viel länger sollte das Schläfchen dann allerdings auch nicht sein, da der Körper nach etwa 20 Minuten in den Tief-Schlaf-Modus fällt …, das wäre dann wieder kontraproduktiv.

Mein Fazit also: Macht das Beste draus, wenn der Lenz vor der Tür steht. Es ist wie es ist – der Körper muss sich vom Winterschlaf-Modus erstmal wieder seinen Arbeits- und Powerspeicher resetten … und dann kann der Sommer kommen!!

Welche Methoden einem da am besten drüber weg helfen … keine Ahnung, aber es gibt ja genügend Ratgeber und Tipps, die zum Schmökern in der Frühlingsonne Gewehr bei Fuß stehen!!

 

Der Manne ohne Haupthaar oft,
auf Nachwuchs auf dem Kopfe hofft.

Doch was er auch macht, oder auch tut,
sie meist nicht wächst, die Haaresbrut!

So züchten manche lange Zöpfe,
drapieren sie um ihre Köpfe.

Das Toupet für manchen Mann,
´ne Hilfe ist, so dann und wann.

Doch wirklich schön find ich das nicht,
Drum schreib ich auch jetzt dies Gedicht!

Als Ode auf des Mannes Kopf,
ganz ohne Haar und ganz ohne Schopf.

Denn Grund dafür ist ein Hormon,
dass nennt sich wohl Testosteron.

Und eines ist mir sehr wohl klar,
zum Manne sein, da braucht´s kein Haar!

Anomis-Zeichnung Uwe mit Schild von Telly Savallas Zitat

 

 

Also, im Großen und Ganzen bin ich eigentlich ganz zu frieden mit mir.

Denke, dass ich normal bin, mich benehmen kann, gerne Spaß habe und man sich durchaus in der Öffentlichkeit mit mir zeigen kann. Meine Söhne sehen dieses allerdings oftmals anders. Manchmal würden sie, so glaube ich, am liebsten im Erboden versinken, wenn sie mit mir unterwegs sind. Dabei bin ich mir immer (naja meistens … überwiegend!!) gar keiner Schuld bewusst. Ehrlich. Ich finde auch, dass ich gar nichts schlimmes mache.

Gut, manchmal beim Autofahren, wenn da ein wirklich gutes Lied im Radio ist, dann muss ich mich leider zu den Klängen und dem Rhythmus der Musik bewegen und mit singen – do the Auto-Dance!! Wenn mein Jüngster dann auf dem Beifahrersitz immer kleiner wird, sein Käppi immer weiter in die Stirn zieht und hektisch die Passanten auf den Bürgersteigen ins Visier nimmt, ob denn bloß keiner dabei ist, der ihn kennt, dann kann ich das ja eventuell verstehen. Aber auch nur eventuell – hört einen doch keiner!! Aber im Alter zwischen 14 und ca. 18 Jahren –je nach dem, wie extrovertiert der Charakter des Teenies ist – will man ja am liebsten gar nicht auffallen.

Aber muss man dann denn auch als Elternteil wie ein Undercover-Agent durch die Gegend laufen, möglichst leise, unerkannt und … bitte, um Himmels Willen!! Bloß nicht auffallen!! Bitte niemandem quer über die Straße zu rufen – und schon gar nicht – absolutes Tabu!! – den Sprößling direkt!! Böse Sache!! Keine Diskussionen mit Verkäuferinnen beim Klamotten einkaufen, ob die Jeans denn nun gut aussieht oder nicht. Und schon gar nicht diverse Sweat-Shirts und Hosen durch den Kabinenvorhang reichen oder durch die geschlossene Kabine fragen, ob die Hose denn passt! Geht gaaaaar nicht!!! Quasi Höchststrafe! Vernichtende Blicke treffen einen gnadenlos, wenn das Kind, sorry, der junge Mann aus der Kabine tritt.

Anomis-Zeichnung Mona vor Umkleidekabine, Sohn genervt hinter der Kabine

Auch nicht gut ist, angeheitert, dank 1-2 Glässchen Wein zuviel, in der Straßenbahn nach Hause zu fahren und dabei einen Heiterkeitsausbruch bekommen, weil Sohnemann so verzweifelt versucht zu vertuschen, dass Mama einen Schwipps hat. Am End steht da ja vielleicht irgendwo ein "Paparazzo"… und dann wird ein Foto der beschwippsten Mutter veröffentlicht und in unziemlicher Weise mit dem Teenager selbst in Verbindung gebracht!! Oh Graus!!!

Auch gern genommen ist Mama auf dem Fußballplatz, die die Mannschaft lauthals anfeuert, einen Aufschrei nicht verhindern kann, wenn der Torwart-Sohn waghalsig hinter einem Ball her hechtet, böse landet und der gegnerische Stürmer dann auch noch voll auf ihn „drauf geht“! „Ahhhh, oh Gott!! NIIIKLAS!! Dieser Lump!! Der hat mein Kind gefoult! Schiiiiriiiieee!!! Rote Karte!!“ … und Mama dann, nur unter Aufbringung allen ihrer Willenskraft, NICHT auf den Platz rennt, um das Kind vom Boden aufzuheben und die vermackelten Knie & Co zu pusten.

Ach ja, und auch sonst. So einige Aussagen, die Mama einfach nicht machen darf. Ganz schlimm ist da auch das Thema „zwischenmenschliches zwischen Mann und Frau“. Eltern sind da ja im allgemeinen wohl eher geschlechtsneutrale Wesen. Wie dann allerdings die eigenen Sprößlinge entstanden sein sollen, das steht da wohl auf einem ganz anderen Blatt.

Interessant ist allerdings zu beobachten, dass gleichaltrige Kumpels und Freunde meist die Meinung der eigenen pubertierenden Nachkommen nicht teilen. „Mama, der Kevin findet dich cool. Boah, das geht ja gar nicht!!“ kann man sich da anhören. Sowas!

Aber einmal ist mir da wirklich etwas passiert, da konnte ich dann doch verstehen, dass Sohnemann am liebsten im Erboden verschwunden wäre. Und zwar als ich ihm in der Weihnachtszeit ein Wichtelgeschenk in die Schule brachte, welches er vergessen hatte. Er ging zu der Zeit bereits in die 9te Klasse. Nett wie ich bin, wollte ich nicht, dass er als einziger ohne sein Wichtelgeschenk da steht. Schnell zog ich mir was an, Mütze auf und los geprescht, damit er es rechtzeigtig zum Wichteln bekam. So eilte ich dann also schnellen Fusses in die Schule und klopfte an die Klassentür. Allerdings war da gerade eine andere Klasse in dem Raum. Den Lehrer kannte ich auch nicht. Er fragte mich, ob er mir helfen könne und ich sagte ihm, worum es ging. Er hatte da vollstest Verständnis, sagte mir, dass die Klasse gerade in einem anderen Kursraum war, er mich aber dahin begleiten würde. Gesagt, getan. So führte er mich durch die diversen Schulflure, ich hetzte mit dem Wichtelgeschenk in der Hand hinter ihm her.

Am entsprechenden Raum angekommen, klopfte der nette Lehrer und teilte dann seiner aus dem Raum kommenden Kollegin mit, worum es ging. „Hier ist die Mutter einer deiner Schüler. Er hat etwas zu Hause vergessen … “ „Ah, ok. Um wen geht es?“ fragte sie mich. Ich antwortete: „Marcel!“ Sie ging in den Raum und sagte: „Oh, Marcel. Ok. Maarcel!“ rief sie dann etwas lauter in den Raum. Und ich, voll in meiner Mama-Rolle, die ihrem Kind etwas Gutes tun will, trete auch einen Schritt in den Klassenraum, schaue mich suchend um, entdecke das Kind und rufe: „Marcelchen, du hast dein Wichtelgeschenk zu Hause vergessen!!“ im selben Moment wurde mir bewusst, was ich da rief, aber … zu spät! Es war schon aus meinem Mund raus geflutscht.

 Anomis-Zeichnung Mona vor dem Klassenzimmer erschrocken ueber gerufenes Marcelchen

 

Anomos-Zeichnung genervert und beschaemter Marcel wegen Monas Ausruf

 

Zig fragende und belustigte Teenager-Augen schauten zu mir, dann zu Marcel, der mich erstaunt, entsetzt und leicht errötend anschaute und auf mich zu kam. „Marcelchen!! Soso!“amüsierte sich nun auch die Lehrerin. „Mamaaaa!!“, zischte mich mein Sohn, zurecht etwas entsetzt und genervt, vor der Klassentür an. „Warum rufst du mich vor der ganzen Klasse „Marcelchen“??? Boah ey!!! Und warum bist du überhaupt hier?“ „Tut mir leid,“ sagte ich kleinlaut. „Das ist mir so rausgerutscht! Das wollte ich echt nicht! Aber du hast das Wichtelgeschenk zu Hause vergessen. Das brauchst du doch heute!“ versuchte ich mein Erscheinen zu verteidigen. „Ja, aber doch erst heute in der 7. Stunde. Ich hätte es dann noch geholt!!“ Nahm das Geschenk und verschwand wieder in der Klasse, wo er mit einem fröhlichen „Hallo, Marcelchen!“ empfangen wurde.

Oh Mann, ja, das war wirklich peinlich für ihn und es tat mir auch wirklich sooooooo doll leid. Aber ändern konnte ich es leider nicht mehr. Als er dann am Nachmittag nach Hause kam, machte ich mich schon auf eine Standpauke gefasst. Er kam zur Tür rein und ich machte mich bereit für eine Salve von „Mama, wie konntest du! Du bist so peinlich!“ und so weiter, und so weiter.

Um das Ganze etwas abzumildern sagte ich gleich: „Schätzchen, das tut mir echt so leid. Aber mir ist das einfach so rausgerutscht!!“ Und um so erstaunter war ich, als er zu mir kam und sagte: „Ach, nicht so schlimm. Meine Kumpels haben mich ein paar mal gefragt: Das ist deine Mutter?? Die ist aber noch jung! …“. Alle Sätze der weiteren Eigenverteidigung blieben mir im Munde stecken, ich hob die Schultern, blinzelte ein paar Mal mit den Augen und lächelte ihn an. „Echt?? Tja, also, dann …!“ grinste und freute ich mich. Erntete ein Küsschen vom Sohnemann der dann noch sagte: „Aber nochmal machst du das BITTE nicht!!“

Ok. Versprochen. Allerdings nur was den verbalen Ausbruch von höchst privaten Kosenamen angeht!!

Und außerdem, welche Peinlichkeiten man so mit seinen Sprößlingen erlebt, naja, das steht ja nun auch auf einem ganz besonderen Blatt und da können wir Eltern auch so manches Lied von singen!! Oder etwa nicht?

Zum Valentinstag … für alle Liebenden!!

Be my Valentine

Kommt Valentin mit Pfeil und Bogen,
nebst Herz und Blume angeflogen,

dann mach dich auf ´nen Schuss gefasst,
He, he, mein Liebes, aufgepasst!!

Sein Pfeil – der sendet dir ´nen Gruss,
mit Liebe, süß wie Zuckerguss!!

Mein Herz gehört nur dir allein,
be my happy Valentine!!

Anomis Zeichnung fliegender Amor mit Pfeil, Bogen und Herz

 

Für meinen liebsten "Valentine" zum Valentinstag!!!

Egal was kommt – be happy!!

… denn was der heutige Tag auch bringen mag, morgen kann schon wieder alles ganz anders sein!!

kleine dicke traurige Raupe

… und dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus!! Never give up!!

Denn wie sagte schon Lothar Matthäus: "Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken!"

schoener froehlicher Schmetterling

Es gibt einfach immer wieder Tage, die laufen irgendwie einfach von Anfang an nicht „rund“!! Heute war mal wieder so ein Morgen. Wenn der Ausspruch stimmt: Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung … dann sollte ich wirklich eher aufstehen! Wahnsinn! Es ging schon damit los, dass mein Wecker mich mit schrillem Ton aus den tiefsten Träumen holte und dann nicht verstand, was es bedeutet, wenn ich die „AUS-Taste“ betätige. Fröhlich scheppernd verrichtete er seine Dienste, … was mich allerdings so gar nicht frohlocken ließ!! Nachdem ich es dann endlich geschafft hatte, einen Deal mit meinen Augen zu vereinbaren, nämlich auf „offen bleiben“ umzuschalten, erhob ich mich langsam ächzend von der soooo gemütlichen Matratze. Autsch, autsch … stöööhn!! Mein Rücken, mein Nacken, meine Beine, meine Arme … ich hab Körper!!! Ist zwar unglaublich schön zu wissen, dass man einen hat, der auch leidlich funktioniert. Ob er einem aber doch so eindeutig, so schmerzhaft zeigen muss, dass man seit Monaten keinen Sport mehr getrieben hat, und dass der Einsatz im Fitness-Studio, am Vor-Vor-Abend, aus diesem Grunde so deutliche Zeichen setzt, ist doch eher fraglich!!  PUUUH!! Na gut, egal! Bewegung muss sein, tut am End irgendwann gut (das sage ich meinem inneren Schweinehund immer wieder in aller Deutlichkeit!!) und hilft eindeutig dabei, ein paar Winterkilos den Kampf anzusagen.

Nun gut. So ging ich ächzend, krächzend, stöhnend in die Küche, um mir einen schönen, heißen Kaffee zu machen und um das Frühstück für meine Jungs vorzubereiten. So nahm ich also den Toaster in Betrieb, ging zu meinen Jungs um sie zu wecken. Nachdem ich aus den Raubtierhöhlen Geräusche vernahm, die darauf schließen ließen, dass sie wach waren – wenn ich auch kaum glauben konnte, dass diese Geräusche von den Menschenkindern kamen, die eindeutig mein Fleisch und Blut sind – zog ein leicht brandiger Geruch in meine Nase.

Nachdem ich wieder in der Küche ankam, stellte ich auch fest, woran das lag. Mein Toaster hatte wohl die gewählte Funktion „leicht gebräunt“ völlig falsch interpretiert!! So schmiss er mir gerade voller Elan 2 kohlrabenschwarze Toast – voller Übermut – auf die Arbeitplatte!! Die Feder der Auswurf-Mechanik war auch irgendwie übermotiviert … unglaublich!! Egal, Fenster auf, neuer Toastversuch gestartet. Das klappte dann zum Glück auch alles.

Als dann meine beiden „Monster“ verpflegt und aus dem Haus waren, schnappte ich mir meinen ach so heißgeliebten Staubsauger, und sagte Krümeln und Co den Kampf an. Doch der 2000 Watt starke Rambo der Bodenreinigung hatte auch keine Lust, sich nur mit Krümeln und Wollmäusen abspeisen zu lassen. Nein: Ohrringe sollten es sein, und Gardinen, die er fresswütig quasi bis zur Hälfte, als gäbe es nix anderes für ihn, unter lautem Getöse ein sog. Entnervt zog ich den Stecker aus der Steckdose, entwirrte meine Gardine aus dem Rohr und brachte den Staubsauger resolut in seine Ecke. Hätte ich eine stille Treppe, hätte Rambo da erstmal über seine Untaten nachdenken können!

Resignierend, ob der heutigen Umstände, ging ich ins Bad um aus mir einen tageslichttauglichen Menschen zu machen. Das klappte sogar relativ problemlos, von ein paar kleinen Dingen, wie Zahnpasta auf dem Schlafanzug und Lid-Schatten-Aplikator im Ausguss des Waschbeckens, mal abgesehen.

Endlich an meinem Schreibtisch angekommen, um frohen Mutes an die Arbeit zu gehen, hatte dann noch mein Drucker eine Überraschung für mich.

Um eine lange PDF-Datei tintensparend auszudrucken, wählte ich die Funktion „Sparmodus-Druck“. Tolle Sache!! Nur mein Drucker teilte diese Meinung wohl irgendwie nicht. So entschied er, alle 4 Seiten eine Pause einzulegen und Papier zu fressen!!! Und das bei 120 Seiten!! Stööööööhn!!!

Es war jetzt erst 11.30h am Vormittag … was würde dieser Tag mir heute wohl noch so alles bringen??? Und … wollte ich das eigentlich wissen????

Na ja, Augen zu und durch!! Kann ja nur besser werden!! Nicht wahr?

Anomis-Zeichnung lachende Mona Hagemeier

 

 

Vor ca. 1 1/2 Wochen fand ich beim Einkaufen in der Gemüseabteilung zwei Kürbisse, die mich anlachten. Trotzdem es nicht mehr so ganz die Zeit für dieses Gemüse ist, konnte ich nicht wiederstehen und so fanden die Beiden den Weg in meine Küche. Als ich sie nach Hause geschafft hatte, nahmen sie auf meiner Arbeitsplatte Platz und beschlossen einvernehmlich, meine Suppe zu werden.

Foto von 2 Kuerbissen im original Zustand

Sie fackelten nicht lange …  verloren ihre Kappen und gaben – nicht ganz so bereitwillig, wie ich gehofft hatte  und unter lautem Gestöhne meiner Finger, meines Messers, meines Obstausstechers – ihr Fruchtfleisch zur weiteren Verwendung her.

Nach einer (gefühlten) Stunde war es vollbracht! Meine Schüssel war gut gefüllt mit dem herrlich orangenen Inneren der beiden tapferen Kürbisse. Etwas geschafft und voller Erwartung, warteten die 2, was nun weiter mit ihnen geschehen würde. Währendessen packte ich Äpfel, Lauch, Ingwer und natürlich etwas Knoblauch (Herrn Schuhbeck sei Dank für die diesbezüglichen Informationen!! )in meinen Topf, füllte alles mit Brühe auf und übergab die Arbeit meinem treuen Backofen. 
Stumm, aber irgendwie voller Vorfreude schauten mich die beiden Kürbisse aus ihren nicht vorhanden Gesichtern an … schwuppdiwupp nahm ich noch mal beherzt mein Messer zur Hand und … was soll ich sagen … nun stehen sie grinsender Weise in meinem Wohnzimmer und freuen sich schon auf Ihren Umzug auf den Balkon!! 

Foto von z Kuebissen mit Gesichtern
Vielleicht schaffen sie es ja, mit ihren freundlichen Gesichtern, die Sonne ein wenig öfter hervor zu locken … !!!

Und … die Suppe war übrigens gar köstlich!!!

Ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest

Anomis-Zeichnung, Mona Hagemeier mit Weihnachtsmuetze und Tannenbaum  

 Kleines Weihnachtsgedicht

Hallo, ihr Menschen, gebt gut acht!! Bald ist wieder Weihnachtsnacht!
Kerzenduft und Backoblaten…hmmm…ich kann es kaum erwarten!!!!

Ich wünsche allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

 

… denn manchmal ist weniger nicht wirklich mehr!!

Neulich hatte ich das Vergnügen, mit meinem Schatz eine kleine Reise zu unternehmen. Es ging für ein verlängertes Wochenende an den Bodensee. Ich war dort noch nie. Ich muss zugeben, dass ich in meinem Leben bisher überhaupt noch nicht so großartig „rum“ gekommen bin. Entsprechend gespannt war ich und die Vorfreude war auch sehr groß. Ich packte im Geiste gleich entsprechend „die Koffer“ bzw. meine Reisetasche. All die Dinge, die ich wohl für die 4 Tage so brauchen würde (na gut 3 Tage, denn den Ersten würden wir ja wohl eher mit der Anreise verbringen), wollten gut überlegt sein!

Also arbeitete ich im Kopf meine Liste mit den Sachen ab, die in meine Tasche sollten: Hosen (eine für schön und eine für „so“), Oberteile (nehme ich nun das Weiße oder das Schwarze? Ach, nehm´ich beide!), T-Shirts und Shirts in den entsprechenden Farben für warmes und kaltes Wetter, Strickjacke (die muss immer mit), dickeres Wohlfühl-Sweaty (weil Schatzi macht die Klimaanlage im Auto immer so kalt), Unterwäsche (immer lieber 1-2 Garnituren mehr, man weiß ja nie!!), Söckchen und einem paar dicken Socken (gegen die kalten Füße in der Nacht), ´nem Pyjama, … damit wäre die Tasche ja schon einigermaßen prall gefüllt.

Dann müssen da noch Fön, Bürsten, Haarspray & Co, Kulturtasche mit den üblichen Verdächtigen wie Shampoo, Duschgel usw., diverse Schminkutensilien, ebenso Tiegelchen und Fläschchen, um die Farbe wieder aus dem Gesicht zu bekommen, rein. Puuh….! Aber halt!! Es fehlt ja noch das Wichtigste!! Die Schuhe!! Also am besten das Paar, das am meisten Platz wegnimmt, auf der Fahrt anziehen. Das spart schon mal Platz!! Naja und dann … das schwarze Paar für „schön“, die Turnschuhe für „wir gehen spazieren“ … und dann vielleicht noch die Schläppchen … wer weiß schon wie das Wetter wird. Und die gehen immer noch in irgendeine Ecke der Tasche!! Das passt schon!! Ach, und natürlich Bleistift, Block und Radiergummi um Anomis zeichnen zu können, wenn wir im Stau stehen, oder so!!

So war klar: die kleine Reisetasche geht gar nicht, die größere muss her! Kein Problem!! Schatzi hat ja einen Kombi … da kommt´s ja nicht so drauf an!! Also auf die Taschengröße, meine ich!!

Ein paar Tage vor dem Abreisetermin eröffnete mir mein Liebster am Telefon, dass er überlege, an den Bodensee zu fliegen. Das würde schließlich eine Menge Zeit sparen!! „Klasse!“, sagte ich. „Supertoll!! Da haben wir quasi einen Tag mehr Zeit. Und fliegen ist sowieso immer toll!“ „Ja, eben!“ erwiderte der Mann meines Herzens mir frohen Mutes. „Und da wir ja nur so kurz weg sind, können wir ja einen Flug „ohne Gepäck“ buchen! Also nur Handgepäck mitnehmen!!“

„Ja, wir sind ja nur …“, während ich diese Worte sprach, arbeitete es gewaltig in meinem Gehirn. „Wie jetzt?? Ohne Gepäck!! … nur Handgepäck???“ Diese soeben von meinem Liebsten getroffenen Aussagen, arbeiteten sich langsam in mein Bewusstsein vor … und wurden immer lauter. „Wie meinst du das? Nur Handgepäck?? Soll ich nur meine Handtasche mitnehmen???“ meine Stimme wurde glaube ich etwas schrill. „Nein natürlich nicht, mein Herz!! Du kannst zusätzlich eine Tasche mitnehmen. Ungefähr so groß, wie deine Laptop-Tasche!“ erklärte er mir nun beschwichtigend. „ 8kg darf die haben!“

Schluck!! Laptoptasche?? 8kg?? Meine Laptop-Tasche ist ja mit meinem Fön, einer Unterhose und meinem Deospray quasi schon voll!! Das konnte doch nicht sein Ernst sein. Ich hatte da sicher irgendwas falsch verstanden!!

„Schatzi, du meinst doch sicherlich, dass ich die Laptop-Tasche als Handtasche nehmen soll“, setzte ich an, „ und dann noch eine Reisetasche mitnehme! Richtig??“ „Öhm, nein!! Deine Handtasche und das Nötigste in die andere kleine Tasche! Sind doch nur 3 Nächte!!“ erklärte er mir.

Blitzartig schossen mir alle meine Utensilien, die ich so brauche, um mich auch fern von daheim wohl zu fühlen, durch den Kopf. In Bruchteilen von Sekunden packte ich meine Tasche ein und aus. Sortierte nach wichtig und unwichtig. Packte wieder alles zusammen und stellte mir die kleine Tasche vor, in die das nun passen sollte. Und schon ohne den Gang mit Tasche auf die Waage war mir klar: Unter 12 kg und nur mit einer Minitasche … schaffe ich das niemals!

Ist schon erstaunlich, in welcher Geschwindigkeit man manche Dinge im Kopf be- und verarbeiten kann!!

Ebenso rasant wie ich im Geiste meine Tasche aus- und eingepackt hatte, war mir schlagartig klar: Bodensee mit nur einer Minitasche, 4 Unterhosen, 2 T-Shirts, meinem Duschgel und nem Deo … das geht nieund nimmer!! Ich bin doch kein „Kerl“!!

 

 

Anomis-Zeichnung, Mona Hagemeier fassungslos mit Laptop-Tasche

Im ersten Moment war Schweigen am anderen Ende der Leitung. Dann traf schallendes Gelächter in mein Ohr!! „Du bist unglaublich!“ prustete mein Herzbube los. „Du würdest also lieber gar nicht fahren, als nur mit kleinem Gepäck zu reisen?? Ehrlich??“ „Ja!! Ganz genau!!“ sagte ich noch mal bestimmt und leicht erzürnt über seinen Heiterkeitsausbruch.

War es doch gar nicht meine Absicht gewesen, ihn zu erheitern!! Aber meine Aussage muss so entsetzt und bestimmt zu gleich geklungen haben, dass es ihn mit voller Wucht in seinem Komikzentrum traf!!

„Also gut, mein Herz!!“ setzte er mit immer noch sehr erheiterter Stimme an. „Da ich dich super gern dabei haben möchte, lassen wir das mit dem Fliegen! Wir fahren mit dem Auto … und wenn du magst, dann schraube ich auch noch den Anhänger an die Kupplung!“

Ein breites Grinsen machte sich nun auf meinem Gesicht breit … dann könnte ich ja noch das Glätteisen, mein Nackenkissen, meine Wolldecke und … Nein, das würde ich natürlich nicht tun! Aber ich weiß, dass mein Schatz das alles für mich ins Auto „stopfen“ würde!!

Und wie wir dann mit Werner – dem ständig schwatzenden und manchmal völligen Unsinn redenden Navi meines Liebsten – von Deutschland, nach Österreich in die Schweiz und wieder zurückgekommen sind, … das ist eine andere Geschichte!!!

 

… und Junior Nr. 2 ist auch schon (fast) erwachsen …

Soooo, nun denn heute auch Sohnemann Nr. 2 auf Klassenfahrt gebracht!! Und irgendwie, da kann ich mich drehen und wenden wie ich will, ist es bei dem Kleinsten … sorry Jüngsten, denn er überragt mich ja nun auch schon um mind. 11/2 Köpfe!! … noch mal ´nen Stück anders, als bei dem „Erstgeborenen“. Auch hier hielt ich mich beim Kofferpacken gepflegt zurück, aber doch schon mit diesem „unguten“ Gefühl: “Na? Ob er auch wirklich nichts vergisst??“ Meine ständigen Nachfragen stießen entsprechend auf viiiiel „Gegenliebe“!! Nun gut. So zogen wir los in Richtung Abreise-Treff-Punkt. Bisschen nervös war er glaube ich schon … Reisefieber, denke ich! Naja, manchmal vererbt man halt nicht nur die angenehmen Dinge !!

Anomis-Zeichnung, Portrai lachender Marcel Hagemeier

Auch im Auto frage ich noch mehrmals ob er alles habe, was dann fast zu einem Streit führte … also hielt ich mich zurück und sagte mir: „Ruhig!! Auch das Küken wird mal flügge!“ Also LOOOOSLASSEN!! Wenn es auch immer wieder schwer ist!!  Zu sehen, wie die „Nachkommen“ die Welt für sich erobern, macht alles wieder wett, denn das ist ein tolles Gefühl!!
So durfte ich also diesen Sprössling (anders als bei dem Großen) dann auch netter Weise zum Bus begleiten, und mir mein Abschiedsküsschen in der „vollen Öffentlichkeit“ abholen. Da lacht das Mutterherz!! Hach, bin ich stolz!! Dann bin ich auch gleich los – wollte ja nicht länger mit Gefühlsduseleien aufwarten - winkte noch einmal  und wieder verdrückte ich mir ein Tränchen als ich im Auto saß …

Keine 2 Minuten später, ich fuhr bei lauten Michael Jackson-Klängen im Auto, klingelte mein Handy. Ich war leider nicht schnell genug dran und sah dann auf dem Display: Mein Sohnemann hatte bereits 2x angerufen!! Dabei hatte ich ihn doch erst vor 3 Minuten auf dem Parkplatz zurückgelassen! „Oh du meine Güte! Was ist jetzt passiert??“ dachte ich gleich erschrocken. Schon klingelte es noch mal. „Mama!! Du musst sofort nach Hause fahren! Ich habe mein Portemonnaie vergessen und da sind mein Personalausweis und meine Versichertenkarte drin!!“ hörte ich ihn sofort am anderen Ende lossprudeln. „Wie jetzt??“ fragte ich entgeistert. „Ja ok! Wartet der Bus denn so lange??“ „Moment! Ich frage meine Lehrerin!! … Frau …ach, nee! Warte!! Ich habe es!!! Tschüühüüs!!“ Klick!! und weg war er wieder. Ich hatte mittlerweile auf dem Seitenstreifen angehalten und raste im Geiste schon durch die Straßen und die Treppen zur Wohnung (4. Etage!!) hoch … Fehlalarm!! Puuuh … zum Glück!! Tief Durchatmen auf diesen Schreck!! Kann ja mal passieren, dass man in der Hektik der Abreise etwas vergisst oder so!! Kein Ding!! 

Aber … war doch das Portemonnaie  das Einzige, was ich bei den Fragen, ob er alles habe, nicht erwähnt hatte!!!

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