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Wortschätzchen und Bleistiftstrich

"dies und das" aus der ideenWerkstatt

Wenn der Frühling kommt …

 

 

Der Frühling kommt … die Welt zeigt sich in hellerem Licht, die Vögel zwitschern um die Wette, die Sonne wärmt so langsam die kalten Luftmassen; überall laufen Pärchen liebestrunken durch die Gegend… Herrlich!! … was aber auch kommt – auf leisen Sohlen – ist die Frühjahrsmüdigkeit!! So sehe ich nicht nur fröhlich lächelnde Menschen und auch Tiere, sondern erblicke ich auch allerorts „weit aufgerissene Mäuler“!! Gääääääähn!!! Ich schließe mich da keinesfalls aus, mir geht es da ja ganz genauso!! Die Sonne lacht durch mein Fenster, doch ich möchte mich viel lieber umdrehen und noch ein paar Stündchen weiterschlafen, allerdings: nutzen tut das ja auch nix!! Am End zwickelt und zwackelt – nach den paar Stunden mehr auf der Ruhestätte – nur der Rücken und es dauert umso länger, mein verknautschtes ICH zu entfalten.

Da frage ich mich doch immer wieder: Kann man denn da gar nichts tun?? Erste Selbstversuche mit gekochter Milch auf getrockneten Pfefferminzblättchen, 5 Minuten gezogen und in kleinen Schlucken getrunken oder einem Glas Wasser mit drei Esslöffeln Apfelessig und etwas Honig getrunken, brachten bisher nur kurzfristigen Erfolg. Und auch nicht unbedingt in der gewünschten Richtung. Apfelessig hat bei mir irgendwie so ganz andere durchschlagende Erfolge!!

Ebenso ließen die Ergebnisse von Bohnenkraut-Fußbädern (nach denen der Fußgeruch an frischen Bohneneintopf erinnert), frühmorgendlichen, 30 Sekunden dauernden, Kniegüssen und mehrfach über Tag getätigter kalter Armbäder zu wünschen übrig.

 

Außer einem abgerissenen Duschvorhang, an dem ich mich während der Kniegüsse – ob der rutschigen Badewanne – festhielt und einer feuchtnassen Büroküche, brachte mir das nicht wirklich erkennbare Resultate!!

Also, was hilft gegen das große Gähnen??

Einschlägige Informationsquellen sagen, man solle möglichst viel Licht zu sich nehmen. Sonnenlicht wirke auf frühjahrsmüde Menschen wie Medizin, vor allem in der ersten Tageshälfte. Ok, also stelle ich mich jetzt morgens als erstes für 5 Minuten auf den Balkon und in der Mittagspause kann man ja auch mal ne kleine Runde drehen. Lt. Experten ist der Schlaf dadurch schon mal tiefer und ich dann so am Morgen ausgeruhter. Hmm, einen Versuch ist es ja wert!!
Einfach die Nachtischlampe an zu lassen, bringt wahrscheinlich nicht den selben Effekt…??

Eine weitere These ist, dass der über den Winter mit Süßkram & Co angefutterte Winterspeck mich nicht aus den Socken kommen lässt. Also ist im Frühjahr Vollwertkost angesagt, das bringt angeblich neue Energie – dank Vitaminen und Mineralstoffen. Also: auf zum Markt, Ananas, Kiwi, Erdbeeren eingepackt, klein geschnippelt und mit Müsli verrührt und drauf los gemampft. Los, ihr Vitaminchen und Vollkornkörnchen: lasst raus den Energieschub!! Aber irgendwie bin ich nach dem Genuss von pappsatt machenden Müsli-Portionen auch nicht wirklich agiler, sondern habe eher das Bedürfnis, meine volle Plautze zur Ruhe zu betten.

Dass Bewegung und frische Luft gegen Durchhänger und Dauermüdigkeit helfen können, ja, da stimme ich absolut zu! Ne Runde Sport gemacht, ein Spaziergang durch den Park oder Wald – herrlich!! Irgendwie habe ich mein Zeitmanagement als alleinerziehende, berufstätige Hausfrau und Mutter noch nicht so im Griff, dass ich Sport und Freiluft-Streifzüge in einer dauerhaften Konsequenz durchziehen kann … irgendwas ist immer! Zeitdiebe überall!!! Und schon ist der Tag wieder vorbei und anstatt meinen Körper in Bewegung gesetzt zu haben, sitze ich völlig platt (aber zufrieden) mit meiner Kuscheldecke auf dem Sofa und erfreue mich meiner Serien-Highlights im Fernsehen. Wobei ich immer wieder denke: „Aber Morgen ist es soweit! Da lege ich richtig los!! Ran an den Speck und die müden Knochen auf Trab gebracht!!“

Ein wirklich genialer Tipp gegen die Frühjahrsmüdigkeit ist jedoch: die Mittagsruhe!! Also … mir geht das ab und an mal so, dass ich nach einem anstrengenden Vormittag im Büro vor dem Bildschirm sitze und meine Augenlider dermaßen schwer sind, dass ein einfaches Streichholz, zum Aufhalten der bleiernen Balken über meiner Pupille, schier überfordert wäre!! Nur ein Gedanke herrscht dann in meinem Kopf: „Nur mal kurz die Augen schließen!! Nur mal 5 Minuten einen Kurz-Tripp ins Traumland antreten …!“ Leider ist das in unseren Breitengraden nicht wirklich machbar. Wobei man sich doch wirklich – auch als Chef – fragen sollte: Was ist besser? Mitarbeiter, deren Konzentration bei 0 Grad über dem Meeresspiegel liegt und die wie frisch aus dem Zombieland eingereist aussehen, oder fitte und fröhliche, voll Ideen und Energie sprudelnde Kollegen, die Dank eines Viertelstunden-Schläfchens vor Motivation und Arbeitsenergie nur so strotzen!! Viel länger sollte das Schläfchen dann allerdings auch nicht sein, da der Körper nach etwa 20 Minuten in den Tief-Schlaf-Modus fällt …, das wäre dann wieder kontraproduktiv.

Mein Fazit also: Macht das Beste draus, wenn der Lenz vor der Tür steht. Es ist wie es ist – der Körper muss sich vom Winterschlaf-Modus erstmal wieder seinen Arbeits- und Powerspeicher resetten … und dann kann der Sommer kommen!!

Welche Methoden einem da am besten drüber weg helfen … keine Ahnung, aber es gibt ja genügend Ratgeber und Tipps, die zum Schmökern in der Frühlingsonne Gewehr bei Fuß stehen!!

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