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Wortschätzchen und Bleistiftstrich

"dies und das" aus der ideenWerkstatt

Aus Kindern werden Leute oder Sohnemann auf grosser Fahrt

Der „kleine“ Mann ist nun fast erwachsen!!

Heute (Anmerkung: die Geschichte ereignete sich vor ein paar Wochen)habe ich meinen 18jährigen Sohn zum Bahnhof gebracht. Er geht auf Klassenfahrt, oh sorry … auf Kursfahrt. Da geht es ja schon wieder los: Mama ist mal wieder „peinlich“!! Ist er doch endlich dem Kindesalter entsprungen und Mama fällt es immer noch nicht auf!!  Aber so ist das eben. Gefühlt ist er immer noch der Kleine, der bei der ersten Klassenfahrt mit der Grundschule partout sein Kuscheltier nicht mit in die Tasche packen wollte.

Als wir damals dann am Bus standen, bzw. er schon drin saß und ich draußen stand, und er sah, dass alle anderen Kinder ihre Kuscheltiere dabei hatten … nun da sah mein Junior gar nicht mehr so glücklich aus. Also, was macht Mama?? Den Klassenlehrer überreden, 10 Minuten mit der Abfahrt zu warten, in den rundigen Kleinwagen springen und mit wehenden Fahnen – alle Verkehrsregeln weitestgehend außer Acht lassend – durch die Kleinstadt preschen. Mit quietschenden Reifen zuhause ankommen, ins Haus rennen, die Betten nach dem geliebten Schmusetier durchwühlen, finden, wieder zum Auto rennen und wiederum mit wehenden Fahnen – Verkehrsregelen? Was ist das? Mein Sohn ist in „Not“!! – durch die Straßen sausen, um dann gerade noch rechtzeitig am Bus anzukommen. Quasi andere bereits winkende Mütter beiseite schubsen, in den Bus drängeln, und Sohnemann das heißgeliebte Tier für die Klassenfahrt in die 40 km entfernte weite, weite Welt und die ruhige Reise ins Traumland, überreichen zu können. Zu erwähnen wäre an dieser Stelle vielleicht noch, dass er vorher noch nie so „ganz allein“ verreist war …

Als ich ihn heute Morgen dann zum xten Mal fragte, ob er alles dabei habe, antwortete er mit leicht verdrehten Augen und leicht genervten Ton:“ Jaaaah! Mama!“ … auf die Frage: „ Oder muss ich den Rex gleich noch holen???“ erntete ich dann aber doch ein kleines Lächeln. Mannomann!! Das soll schon was heißen, so früh am Morgen und wenn doch schon das coole „Hallo Welt! Ich komme!“-Gesicht aufgesetzt ist!! Hach … herrlich!! Ich bin so stolz! Da zieht er nun hin, in die große weite Welt … und hat anscheinend auch alles im Griff! Das ist ein sehr schönes Gefühl.

Als wir dann am Bahnhof angekommen sind, durfte ich ihn natürlich nur aussteigen lassen … und nicht mit an den Bahnsteig gehen um zu winken. Seufz, naja, ich verstehe es ja … wenigstens durfte ich dann noch einen kleines Abschieds-Bussi auf die Wange geben. Und als er dann in den Tiefen der Bahnhofsunterführung verschwand, da musst ich mir doch ein kleines Tränchen verkneifen … so stolz war ich, so wehmütig!! So ein „fescher Bengel“ … schon so groß und selbständig … und doch sah ich den Kleinen, dem doch sein Stofftier fehlte, damals vor knapp 10 Jahren … Wahnsinn!! Geradeso als wäre es gestern gewesen

 

 

 

 

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