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Wortschätzchen und Bleistiftstrich

"dies und das" aus der ideenWerkstatt

Einkaufen mit den Oldies – ein Abenteuer ohne Gleichen!

Heute war ich mal wieder mit meinen lieben Oldies unterwegs gewesen!! 60 Jahre sind die beiden nun verheiratet und noch heute, wenn möglich, immer Hand in Hand „unterwegs“! So süß, meine Eltern! Dies mal nur „am Rande“ bemerkt.

Heute also stand Arztbesuch (lief ganz entspannt) und dann einkaufen an …. 2 Supermärkte sollten angesteuert werden. püüüühhh… das war „Hardcore“!! *lach* … vor allem, wenn die Läden voll sind und „Prospekt-Tag“ bei Al.. ist!! Und, …. wenn die sonst doch mittlerweile eher „geh-eingeschränkte“ etwas tüddelige Frau Mama mit einem Einkaufswagen auf einmal den Turbo rausholt und immer flott voran läuft.

Schwupp, war sie wieder 5 Gänge weiter (dazu Papa:“Ja, ja! Gib ihr `nen Rollator oder Einkaufswagen und …. zack, isse weg und ich kann zusehen, wie ich hinterher komm!“) Hieß für mich: vorlaufen um Mama zu bremsen, zurück zu Papa, da er ja etwas wackelig auf den Beinen, und somit einem ruppigem Schubser von vorbeieilenden Miteinkäufern nicht wirklich Stand halten kann. Aber unbeirrbar tappst er mitten im Gang mit Stock und Gipsarm durch die Supermarktgänge. Ich also hin und her. *Schweißausbruch Nr. 1 bekommt* 😮 😉

Verschärft wurde die Lage dann in Supermarkt Nr. 2, besagtem Al..-Markt. (Anmerkung: in diese Filiale gehen die Beiden schon seit JAHREN, sind dort schon gut bekannt und mit dem Personal quasi auf DU und DU …) 🙂 Also, es war besagter Prospekttag und Wareneinräumtag!! Soll heißen: die Gänge zugestellt, immer nur mit einem Einkaufswagen passierbar, somit Staus vorprogrammiert! Mama mit Wagen wieder vorweg, ich hinterher, da ich den Einkaufszettel verwalten sollte und entsprechend den Wagen bepacken. Papa wollte mal so durchschauen „Was´s so gibt!“. Kein Problem. Außer, dass ich dann immer wieder begutachten sollte, was er gefunden hatte. Also ich wieder hin und her, über Stolperfallen und mit Paletten versperrte Gänge hinweg. *schwitz*

Irgendwann war ich es dann doch „leid“. Ich also Mama vor der Kühltruhe geparkt. „So, Mama, du parkst jetzt mal mit dem Wagen hier und ich hole den Käse & Co!“ Gesagt, getan! Mama bleibt auch ganz brav stehen (Papa turnt wieder irgendwo beim Sonderverkauf rum). Sie begutachtet unsere Errungenschaften im prall gefüllten Einkaufswagen, schaut sich fröhlich um und sagt zu einer Verkäuferin: „Joa, da hat sie mich einfach mal hier abgestellt!“ Was wiederum zur Belustigung von einigen Miteinkäufern sorgte, die gleich Bilder im Kopf hatten: „Tochter stellte ihre tüddelige Mutter im Supermarkt ab und wurde vergessen!“ Dieser Gedanke wiederum erheiterte alle umstehenden Anwesenden, einschließlich Mama.

Lange Rede, kurzer Sinn: wir vollendeten unseren Kreuz- und Quergang im Al.., stellten uns an überfüllter Kasse an, ich packte alles auf´s Band (natürlich mit immer gutgemeinten Hinweisen, was wo am besten stehen solle …), lotste die Oldies durch den Kassenbereich um, *sich die Ärmel hochkrempelte*, den in turboblitzartiger Geschwindigkeit von der Kassiererin eingescannten, sich dann auftürmenden Einkauf, einigermaßen heile und vollständig in den Einkaufswagen zu „schmeißen“! Vorbei war´s mit der coolen Gelassenheit! Hitze wallte in mir auf und Schweißperlen bildeten sich auf der Stirn!! PUUUUH!!

Dann raus, zum Auto. Oldies ins Auto „einpacken“, Einkauf verstauen, Einkaufswagen wegbringen und sich mit einem Seufzer ins Auto fallen lassen. „Puuuh,“ sag ich zu meinem Papa, der vorne neben mir sitzt,“ das mache ich aber nicht noch mal an so einem Tag und um diese Uhrzeit! So ein Stress. Für mich und für euch!“

Papa nickt zustimmend und Mama kommentiert von der Rückbank: „Och, wieso? Hat doch alles gut geklappt! Mir geht´s gut und ich hatte Spaß!“ Und amüsiert sich köstlich, dass ihre Tochter völlig fertig und erschossen hinterm Lenkrad, auch ob dieses Kommentars, „zusammenbricht“: *lach* … Meine Oldies!! Das sind ´se!! 🙂 … *schmunzelnd, mit warmen Gefühl ums Herz für die Ellis, ihren wohlverdienten Kaffee schlürft *

PS: Übrigens: als ich dann bei mir zuhause ankam, meine eigenen Errungenschaften aus dem Auto entleerte, kam gerade ein Mann mit seiner Tochter bei uns aus dem Haus. Sieht mich, wohl etwas verzweifelt schauend, vor meinen vielen Tüten stehen und sagt: „Soll ich Ihnen das mal gerade zum Haus bringen?“ Ich schau mit großen Augen: „Also, das wäre ja ganz wunderbar!! Vielen lieben Dank!!“ … tja, und so wird man dann, von ganz unerwarteter Seite, noch zusätzlich für sein Tun des Tages belohnt! Einfach toll!! Danke!!

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